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Öffnungszeiten
Mo. - So. : 10 - 12 Uhr und
13 - 17 Uhr
bzw. nach Voranmeldung
Voranmeldung:
034909 - 70700
Im frühen 13. Jahrhundert setzte eine Welle der Verschriftlichung des Gewohnheitsrechts ein. Eines der bedeutendsten und am weitesten verbreiteten niedergeschriebenen Gesetzesbücher war der "Sachsenspiegel". Dessen Verfasser war Eike von Repgow (ca. 1180 - 1235) mit Familiensitz in Reppichau. Es wird angenommen, dass er den "Sachsenspiegel" zwischen 1420 und 1235 niedergeschrieben hat.
Der "Sachsenspiegel" ist nicht nur ein berühmtes und bedeutendes Buch aus dem Hochmittelalter, sondern auch zugleich ältestes Prosawerk deutscher Sprache. Die Rechtssprechung nach diesem Buch fand z.B. in einigen deutschen Ländern wie Anhalt, Schleswig und Thüringen bis zum Jahr 1900 statt und wurde dann erst durch das Bürgerliche Gesetzbuch abgelöst.
Das Kunstprojekt Sachsenspiegel in Reppichau, ins Leben gerufen durch den Förderverein Eike von Repgow Reppichau e.V. und unterstützt von vielen Reppichauer Bürgern und regionalen Firmen, schuf ein Museum zum Leben und Wirken des Eike von Repgow und seine Zeit.
Gleichzeitig sind im Ort Reppichau selbst Plastiken mit Darstellungen aus dem "Sachsenspiegel" aufgestellt worden und an vielen Häusern befinden sich ebenfalls Bilder, die Szenen aus dem Rechtsbuch darstellen.
In der Kirche zu Reppichau sind bei einem Rundgang auch handsiebgedruckte Illustrationen aus dem "Sachsenspiegel" zu sehen.
Olaf König, MuseenLand-Redakteur für die Region Sachsen-Anhalt.

